HomeTagebuch von KerstinZurück


 Kerstin klagt manchmal über Kopfschmerzen. Insbesondere wenn sie plötzlich aufsteht oder eine schnelle Bewegung macht. Diese sind jedoch nur von kurzer Dauer, weshalb wir uns dabei nichts weiter denken. Auch wacht sie öfters in den Morgenstunden auf und kommt zu uns ins Bett.

16.12.2001: Bei einer Schulveranstaltung steht Kerstin auf der Bühne und man sieht ihr an, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Sie war sonst immer ein sehr fröhliches und stets lachendes Geschöpf. Aber hier wirkt sie gequält, beinahe apathisch. Als sie wieder über Kopfschmerzen klagt, vereinbaren wir einen Termin beim Kinder- und Augenarzt.

17.12.2001: Die Untersuchung beim Augenarzt bringt einen unauffälligen Befund. Der Kinderarzt, Dr. Wolfgang STEGER, überweist Kerstin ins Diagnostikzentrum Graz, zwecks Durchführung eines CT des Schädels. Wir bekommen für übermorgen einen Termin.

19.12.2001: Im Diagnostikzentrum Graz erfolgt die furchtbare Diagnose. Ein Gewächs im Stammhirn. Wir begeben uns sofort in die Onkologie des Landeskrankenhaus in Graz und Kerstin wird dort sofort stationär aufgenommen. Für meine Frau gibt es vorerst nur ein Notbett, aber das ist nicht wichtig. Sie will immer bei Kerstin sein. Auch wenn sie am Boden schlafen müsste. Kerstin bekommt von diesem Tag an Kortison und als Magenschutz dazu Ulcogant, wobei die Einnahme des letzteren stets nur mit Überwindung möglich ist. Zu diesem Zeitpunkt hat Kerstin bereits Geh-, Schluck-, Sprach- und Gleichgewichtsstörungen. Auch kann sie, wenn sie am Klo sitzt, längere Zeit kein Wasser lassen. Bei der Aufnahme hat Kerstin ein Gewicht von 26,4 kg und ist 130,5 cm groß.

20.12.2001: Bei Kerstin wird das 1. MR durchgeführt. Diagnose: zystisches Astrozytom im Stammhirn, umgeben von einem beginnenden Ödem. Bei einem Gespräch mit dem Dienst habenden Arzt teilt uns dieser wörtlich mit: Wir können eine Chemo- und Bestrahlungstherapie durchführen, aber das alles hat in einem solchen Fall auf der ganzen Welt noch nie eine Heilung gebracht. Man kann den Tumorwachstum bestenfalls stoppen und so das Leben verlängern. Harte Worte, aber heute bin ich ihm für seine ehrliche Aussage dankbar. Bei einem Gespräch mit dem Leiter der Onkologie Graz bestätigte uns dieser die Angaben seines Kollegen. Er meint, dass er bei seinem Kind im selben Fall eine Oncovin - Therapie (kleine Chemo) versuchen würde. Diese Tage sind für uns die härtesten in unserem Leben. Einerseits wollen wir Kerstin nicht die ganze Wahrheit sagen, anderseits können wir in ihrer Gegenwart die Tränen nicht unterdrücken. Kerstin erkennt dadurch zum Teil, wie schlecht es um sie steht. Auch ist die Entscheidung, der Oncovin - Therapie zuzustimmen, nicht einfach. Wir sehen meist hundeelend aus, können nicht schlafen und verstehen eigentlich die Welt nicht mehr. Wieso ist gerade unsere Tochter zum Tode verurteilt?

21.12.2002: Eine Begutachtung der CT- und MR Bilder durch einen Arzt der Neurochirurgie ergibt, dass der Tumor nicht operativ entfernt werden kann. Nicht einmal eine Biopsie (Klärung ob der Tumor gut- oder bösartig ist) sei möglich. Man teilt uns mit, dass diese Frage eigentlich nicht relevant sei. Das Problem sei die Lage des Tumors und nicht der Tumor selber. An der Therapie ändere sich dadurch nichts.

22.12.2001: Beginn der Oncovin ? Therapie. Wöchentlich 1 x 1,5 mg. Diese verträgt sie anfangs recht gut. Da bald Weihnachten ist, kommen viele Firmen in die Klinik und verteilen Geschenke.

Nach der Spritze können wir nach Hause gehen, damit Kerstin Weihnachten bei der Familie verbringen kann. Es sind für uns die schlimmsten Weihnachten in unserem Leben. Kerstin wünscht sich zu Weihnachten ein ferngesteuertes Auto, welches wir ihr natürlich kaufen.

26.12.2002: Wir fahren mit Kerstin zu einer Radiästhesistin nach St. Ruprecht. Nachdem sie kurz mit dem Pendeln angefangen hat, wird es der Frau so übel, dass sie nicht mehr weitermachen kann. Wir verabschieden uns ziemlich enttäuscht. Bei einem späteren Telefongespräch, teilt sie uns mit, dass Kerstin eine gute und sehr, sehr alte Seele sei. Noch können wir mit diesen Worten nicht viel anfangen.

27.12.2001: Kerstin wird wieder stationär aufgenommen. Nach der Nachmittagsvisite und Verabreichung der Oncovin - Spritze wird Kerstin wieder nach Hause entlassen. Wir dürfen Silvester gemeinsam feiern. Feiern ist wohl nicht der richtige Ausdruck zu diesem Zeitpunkt. Aber immerhin ist unsere Maus bei uns und auch das ist sehr schön. Die weiteren Untersuchungen erfolgen immer ambulant und laufen nach demselben Schema ab: Blutabnahme im Keller, Gespräch und Untersuchung in der Ambulanz der Kinder - Onko, Verabreichung der Oncovin - Spritze und Termin in einer Woche.

Ich erinnere mich noch an die Worte des dortigen Ambulanz - Arztes, als er meine unausgeschlafene Frau ansieht. "Sie müssen erst lernen mit dieser Tatsache zu leben und umzugehen." Wie recht er hat.

09.01.2002: Besuch bei einer chinesischen Ärztin in Graz. Sie versucht die Schwellung um den Tumor mittels Teemischungen zu verkleinern. Weiters wird Kerstin zu einem Allergietest (Milch u. Eiweiß) geschickt. Da Kerstin jedoch auf Grund des Cortisons schon in den Morgenstunden Hunger hat, ist es uns nicht möglich, sie bis zum Termin um 11.00 Uhr nüchtern zu halten. Wir sagen beide Tests ab. Wir wollen nicht, dass sich bei Kerstin die bereits leicht aufgetretene "Allergie gegen Arzt- und krankenhausbesuche", erhöht.

Von einer Nachbarin, welche Dr. Rath Beraterin ist, bekommen wir Literatur über diese Nahrungsergänzungsmittel. Ab diesem Zeitpunkt bekommt Kerstin täglich die Dr. RATH Vitamine. Diese sind nicht gerade billig, aber sie haben in vielen Fällen schon geholfen.

17.01.2002: Wegen der Feiertage haben wir irgendwie Angst, das MR könnte von einem jungen, noch nicht so erfahrenen Neurochirurgen begutachtet worden sein. Aus diesem Grund begebe ich mich persönlich mit den Befunden in die Neurochirurgie. Auch schicken wir die Bilder und Befunde zu einem Arzt des St. Anna Kinderspitals in Wien, welcher über Umwegen von unserem Schicksal erfuhr. Das Ergebnis ist jedoch überall gleich. An dieser Stelle ist keine Operation möglich. Vorerst sind wir über die Tatsache sehr schockiert. Heute sehen wir das eigentlich anders. Wir sind froh, dass nicht eine risikoreiche Operation mit der hohen Wahrscheinlichkeit, von bleibenden Schäden zur Diskussion stand.

18.01.2002: Vermutlich durch das Oncovin hat Kerstin jeden Morgen ab ca. 03.00 Uhr Bauchschmerzen und kann nicht mehr schlafen. Auch will sie unbedingt etwas essen. In der Zwischenzeit haben wir viel in Büchern und im Internet gelesen, mehrere Ärzte besucht und Schriftverkehr mit Ärzten in Deutschland, in der Schweiz und in Wien geführt. Auf diese Weise lernen wir alternative Heilmethoden wie: Sonnen - Globuli, alchemistische Heilmittel, "Neue Medizin" von Dr. Hamer, Geistheilerei, Misteltherapie, anthroposophische Medizin, Weihrauchtherapie, Marillenkerne (Laetril), Farblichttherapie, Bioresonanz etc. kennen. Einiges haben wir probiert, vieles haben wir (noch) in der Schublade gelassen. Auf Grund der hoffnungslosen Lage, welche die Schulmedizin in unserem Fall darstellt, sind wir in alle Richtungen offen. Wir wollen uns einfach nicht mit dieser Diagnose bzw. deren Folgen abfinden. Wir glauben fest daran, dass es das nicht gewesen sein kann.

Zur homöopathischen Betreuung unseres Kindes wählen wir einen Arzt aus Wien. Nach einem langen Erstgespräch (fast 4 Stunden) läuft alles weitere telefonisch ab. Die Besorgung von diversen Hochpotenzen ist in Graz leider noch ein (zeitliches) Problem.

Zu dieser Zeit erhalten wir die 2.Reiki Einweihung. Den 1. Grad hatten wir bereits vor ca. einem Jahr gemacht. Als hätten wir es gewusst. Durch den 2. Kurs können wir Kerstin täglich (meine Frau im Krankenhaus und ich von zu Hause aus) REIKI geben. Diese Sitzungen genießt Kerstin sichtlich. REIKI wird für uns ein wesentlicher Faktor. Gemeinsam mit der Familie unseres REIKI - Lehrers (Dr. Manfred Schiffner), aber auch mittels Fern - REIKI durch Mitglieder des CLUB ELFLIEN aus Dobl und einer Gruppe von REIKI - Lehrern aus Wien, Salzburg und Kärnten, bekommt sie so oft wie möglich REIKI - Energie. Über die Ferne werden bei Kerstin von Frau Prucha-Graber (Besitzerin des Kinderhotel St. Zeno in Tirol) EMF-Sitzungen durchgeführt. Weiters sind wir auch einige Male bei der esoterischen Gesundheitsförderin Fr. Andrea Feiertag.

Es ist ein wunderschönes Gefühl, als plötzlich sogar völlig unbekannte Menschen unserer Tochter helfen wollen. Noch dazu unentgeltlich. Dafür ein herzliches Dankeschön.

Bemerken möchten wir, dass uns bei den zuvor angeführten Personen, welche wir zum Teil nur über das Telefon kennen, eine besondere Ausstrahlung aufgefallen ist. Nicht nur die übliche Freundlichkeit eines Arztes, sondern ein Gefühl von Wärme und Liebe.

24.01.2002: Gespräch mit dem Radiologen über die Bestrahlung und deren möglichen Folgen. Dabei muss auch die Einverständniserklärung unterschrieben werden. Wir haben dabei ein mulmiges Gefühl. Danach wird die Maske für die Bestrahlung angepasst. Dabei wird ein Plastikgitter erwärmt und um den Kopf geformt. Seit einiger Zeit ist es Kerstin nicht möglich, ausgestreckt auf dem Rücken zu liegen. Der Kopf muss immer (auch beim Schlafen) angehoben sein. Ansonsten erbricht sie sofort. Die Anpassung erfolgt am Bauch liegend. Vorerst geht alles glatt. Als wir wieder in der Ambulanz sind, erbricht Kerstin. Meine Frau und Kerstin werden vom Krankenhaus mit Notkleidung ausgestattet. Kerstin ist so erschöpft, dass sie einige Stunden schlafend in der Ambulanz verbringt. Sie ist in so schlechter Verfassung, dass der Dienst habende Arzt auf die Oncovinspritze verzichtet. Wir können daraufhin nach Hause fahren. Bei der nächsten ambulanten Behandlung ist Oncovin kein Thema mehr.

31.01.2002: Für Kerstin wird die Lokalisation durchgeführt. Es wird dabei die Maske und der Kopf vermessen und gekennzeichnet. Weiters wird ein Bestrahlungs-MR angefertigt. Wider unser Erwarten läuft diesmal alles ohne Probleme ab. Nach ca. 25 Minuten Liegen ist alles vorbei.

01.02.2002: Kerstin wird ab diesen Zeitpunkt mehrmals von einem Arzt in Deutschlandsberg mittels Kinesiologie und Bioresonanz behandelt. Dadurch sollen verschiedene Blockaden im Körper von Kerstin behoben werden.

5.2.2002: Beginn der Bestrahlungstherapie. Kerstin wird an 3 Stellen (Ohren u. Hinterkopf) bestrahlt. Die ersten Tage sind sehr schlimm. Jeden Tag in der Früh muss Kerstin erbrechen. Unterstützt wird die Bestrahlung durch eine homöopathische Behandlung. Zu diesem Zeitpunkt muss sie bereits mit dem Rollstuhl zur Bestrahlung gebracht werden. Die Bestrahlungen werden immer auf dem Bauch liegend durchgeführt und es kommt dabei zu keinen Problemen. Sie meistert die Bestrahlungen jedoch sehr gut. Obwohl eine Bestrahlungstherapie auch ambulant möglich wäre, wird Kerstin auf Grund ihres Zustandes von Montag bis Freitag stationär aufgenommen. Am Wochenende ist sie immer zu Hause. Während dieser Zeit wird sie im Spital von einer Physiotherapeutin, einer Ergotherapeutin und einer Lehrerin betreut. Die Lehrerin im Krankenhaus bekommt den gerade durchgemachten Schulstoff von ihrer Lehrerin in St. Josef gefaxt und nach Bearbeitung werden Tests und Aufgaben wieder retourniert. Auf diese Weise gelingt es Kerstin, die 3 Monate Abwesenheit von der Schule ohne Probleme zu überstehen. Für sie ist die Schule sehr wichtig. Sie war immer eine gute Schülerin, ging und geht gern in die Schule. Bei dieser Gelegenheit recht herzlichen Dank an die Lehrer, der Schulwartin und den Kindergärtnerinnen aus St. Josef, sowie allen Bekannten und Verwandten, welche Kerstin im Krankenhaus besuchten. Sie haben Kerstin dadurch eine große Freude bereitet.

Die Bauchschmerzen und Schlafstörungen in den Morgenstunden vergehen erst, als wir von einem anthroposophischen Kinderarzt aus Graz die Empfehlung bekommen, am Abend einen warmen Wickel mit Schafgarbentee auf den Bauch zu legen. Kerstin genießt die Wärme und mit dem nächsten Tag sind die morgendlichen Bauchschmerzen und Schlafstörungen Geschichte. Uns kommt das wie ein kleines Wunder vor. Endlich gibt es wieder ruhige Nächte.

Bei den Besuchen geht mir immer wieder durch den Kopf wie unwichtig Probleme des täglichen Lebens sind. Ob unsere Kinder brav sind oder ob sie gute Noten in der Schule haben. Bei kleinen Kindern mit Leukämie, Krebs und Tumoren kommt einem alles andere so kleinlich vor.

15.02.2002: Die Behandlung mit EMF - Methode, welche Fr. Prucha-Grabner begann, wird von einem Obersteirer bei uns zu Hause fortgesetzt.

18.03.2002: Ende der Bestrahlungstherapie (30 Bestrahlungen, 54 Gy). Zu den letzten Bestrahlungen kann sie bereits selber gehen. Zwar an der Hand, aber es ist immerhin kein Rollstuhl mehr notwendig. Seit dieser Zeit geht es ihr wesentlich besser. Die Stellen hinter den Ohren sind knallrot und offen. Weiters sind die Haare im Bestrahlungsbereich ausgegangen. Kerstin bekommt von der Mama eines 11 - jährigen Mädchens, welches ebenfalls einen Kopftumor hat, eine selbstgehäkelte Haube. Diese trägt sie von nun an jeden Tag.

Die Kosten für die Mitaufnahme meiner Frau im Krankenhaus wurden von der MUKI - Versicherung sehr unbürokratisch übernommen.

27.03.2002: 2. MR. Wie auch beim ersten MR, braucht Kerstin auch diesmal keine Narkose. Sie liegt einfach die erforderliche Zeit ganz still auf dem Tisch. Das Ergebnis hat uns eigentlich sehr enttäuscht. Auf Grund des besseren Zustandes, haben wir uns mehr erwartet. Da der Tumor kein Kontrastmittel aufgenommen hat, ist am MR für uns nichts zu erkennen. Lt. Ärzten ist der Tumor jedoch nur geringfügig kleiner geworden.

28.03.2002: Über eine Verwandte aus Deutschland bekommen wir Kontakt zu einem holländischen Radiästhesisten. Dieser erteilt seine Ratschläge auf Grund eines von Kerstin geschriebenen Briefes oder Fax. Kerstin bekommt von ihm per Post ein Fläschchen mit Tropfen zum Einnehmen und zwei Röhrchen mit Sand für das Bett. Diesbezüglich möchte ich bemerken, dass seine Mitteilungen über den schlechten Schlafplatz von Kerstin, mit der des Kinesiologen und einem ins Haus gekommenen Wünschelrutengehers absolut übereinstimmten. Auch sonst vermag er jede Menge Eigenheiten von Kerstin zu berichten.

Vor Jahren hätten wir über solche und auch über die bereits erwähnten alternativen Behandlungsmethoden nur ein leichtes Lächeln übrig gehabt. Aber wenn das eigene Kind betroffen ist und man dadurch am eigenen Körper erfährt, wie hilflos die Schulmedizin in diesem Fall ist, geben solche Therapien ein wenig Hoffnung.

Auch wächst durch diese Krankheit der Glaube zu Gott und wir lernen regelmäßig zu beten.

Ungefähr seit diesem Zeitpunkt versuchen wir Kerstin vegan (ohne tierisches Eiweiß, Zucker und weißes Mehl) zu ernähren. Es funktioniert sehr gut. Kerstin achtet selbst darauf, dass sie nichts falsches isst.

16.04.2002: Nachdem bei Kerstin die Kortison - Dosis bereits langsam reduziert wurde, ist sie ab heute "cortisonfrei". Sie ist darüber überaus glücklich. Ihr Hunger beginnt sich wieder zu normalisieren. Durch die fast 4 - monatige Einnahme dieses Medikaments hat Kerstin ca. 11 kg zugenommen. Man könnte meinen, das soll in einem solchen Fall nicht das Problem sein. Für ein fast 10-jähriges Mädchen war es aber ein Hauptproblem. Als sie einmal zufällig in einen Spiegel schaute, sagte sie: "Mama das bin ja nicht ich". In der Zwischenzeit hat sie bereits einige Kilo abgenommen und ihre "Cortisonwangerln" wieder verloren.

08.05.2002: Kerstin beginnt eine Therapie bei einer Kinesiologin. Bei ihr werden alle Medikamente und Alternativen vor deren Anwendung ausgetestet. Wir haben mit ihr ein recht gutes Gefühl und auch Kerstin mag sie sehr gern.

Kerstin isst zur Zeit recht wenig, worunter auch die vegane Ernährung leidet. Der Verzicht auf Fleisch und Zucker macht ihr keine Probleme, doch sie verlangt immer öfter nach Milchprodukten. Diese (Joghurt, Streichkäse) geben wir ihr auch.

15.5. 2002: Kerstin war den ganzen Tag lustig. Am Nachmittag spielt sie mit einigen Kindern total ausgelassen. Als Felix als letzter geht, lacht sie und bezeichnet diesen Tag als den schönsten seit ihrer Krankheit.

Beim Abendessen blickt sie plötzlich ganz traurig und sagt, dass sie wieder an Opa denken muss und sie nicht versteht warum er sterben musste. Sie weint ganz fürchterlich.

Ich (Uschi) sage ihr, dass ich ganz fest davon überzeugt bin, dass alle Menschen die wir lieben und die uns geliebt haben nach dem Tot um uns sind. Sie sagt auch, dass sie Angst vor dem Tot hat und dass sie immer ein Kind bleiben will. Ich erzähle ihr, dass wir leider alle irgendwann sterben müssen und dass viele für tot gehaltene Menschen erzählen, dass sie durch einen Tunnel gegangen sind und alles wunderschön war und dass man sich nicht zu fürchten braucht. Ich kann meine Tränen nicht zurückhalten. Kerstin nimmt mich in die Arme und tröstet mich. Sie hat sich eindeutig schon wieder beruhigt.

Sie isst ihr Abendessen fertig nimmt sämtliche Vitamintabletten, stellt sich auf die Waage und ist überglücklich, da sie nur mehr 31,7 kg wiegt.

Im Bett liest sie noch ihre Aufgabe und schläft ruhig ein.

Ich kann heute lange nicht einschlafen, alles hat mich zu sehr aufgewühlt. Kurz vor Mitternacht setze ich mich noch zum Computer und rufe die Emails ab. Silvia, die Mutter eines Buben mit einem Gehirntumor, hat zurückgeschrieben. Das freut mich sehr. Gegen 1 Uhr schlafe ich ein und träume wieder ganz wild durcheinander. Wieder geht es darum, dass ich scheinbar irgendetwas vergessen habe.

7.6.-9.6.2002: Kerstin wird von der Make-A-Wish Foundation of Austria ein Wunsch erfüllt. Diese amerikanische Organisation erfüllt schwer kranken Kindern mit Hilfe von Sponsoren, besondere Wünsche. Da zum Glück ihr erster Wunsch, ein lebender Affe nicht erfüllt werden kann, wünscht sie sich ein Wochenende mit der ganzen Familie und ihrer Freundin Melanie in der Therme Loipersdorf. Es sind drei wunderschöne, erholsame Tage, die sie und damit auch die ganze Familie sehr glücklich machen. Die vegane Ernährung haben wir auf ihren Wunsch für diese Tage außer Acht gelassen.

Recht herzlichen Dank an Wolf-Dieter Zenaty und Uschi Knor von der MAKE A WISH - Foundation, sowie an die Sponsoren, insbesondere dem Thermenhotel STOISER, die uns diesen wunderschönen Aufenthalt ermöglicht haben.

24.06.2002: Heute wird das 3. Kontoll-MR durchgeführt. Das Ergebnis, der Tumor ist in den letzten 3 Monaten nicht gewachsen und der Gehirndruck hat sich vermindert. Wir sind über dieses Ergebnis recht froh und hoffen, dass es so bleibt. Ihr Zustand ist sehr gut.

05.07.2002: Obwohl Kerstin ca. 3 Monate in der Schule fehlte, hat sie die 3. Klasse der Volksschule St. Josef mit lauter "Einser" abgeschlossen. Sie ist darüber sehr glücklich.

24.09.2002: Das 4. MR verläuft wie immer ohne Probleme. Wir bekommen vorerst die Auskunft, dass der Tumor nicht gewachsen ist und deshalb das nächste MR erst in 5 Monaten stattfinden soll. Kerstin ist darüber sehr froh. Nach einigen Tagen erhalten wir den Befund. Dieser schaut jedoch ein wenig anders aus. Der Tumor hat sich verändert. Neu formatiert, wie die Ärztin es formulierte. Jedenfalls ist er ein wenig größer geworden. Beschwerden hat Kerstin zur Zeit aber keine. Darüber sind wir sehr froh, wenn auch unsere Stimmung durch das MR ein wenig getrübt ist.

20.10.2002: Kerstin bekommt abends, nachdem sie zu Bett gegangen ist, immer Kopfschmerzen und kann dadurch sehr schwer einschlafen. Die Schmerzen können von unserer Kinesiologin gelindert werden. Manchmal hilft aber nur noch ein Kinder - Aspro. Auch ist Kerstin sehr verspannt (hohles Kreuz) und am Nachmittag wird ihr Zustand immer etwas schlechter.

29.10.2002: Heute waren wir mit Kerstin bei einem Osteopathen. Dieser hat auch bei Kerstin stärkere Verspannungen festgestellt und behandelt. Es sind noch weitere Behandlungen notwendig und wir hoffen, dass es dadurch wieder besser wird.

30.10.2002: Durch Zufall erfahren wir, dass zur Zeit in Salzburg der philippinische Geistheiler Emilio Laporga Personen behandelt. Da der Zustand von Kerstin nicht besonders gut ist und sie außerdem keine Einwände gegen eine Fahrt nach Salzburg hat, fahren wir am nächsten Tag sofort dorthin.

31.10. - 1.11.2002: Kerstin wird von Emilio mehrmals behandelt. Was von der ganzen Sache zu halten ist, können wir noch nicht beurteilen. Jedenfalls ist es eine Gelegenheit, die man nicht alle Tage hat und wir wollen nichts unversucht lassen.

10.11.2002: Kerstin erbricht manchmal morgens nach dem Aufstehen. Danach braucht sie einige Zeit, bis sie sich wieder erholt. Dadurch kann sie nicht in die Schule gehen bzw. nur für einige Stunden. Manchmal geht es Kerstin etwas besser und dann wieder schlechter. Auf Anraten unserer Kinesiologin macht Kerstin täglich Fußbäder mit Sulfur D6 oder Apfelessig zum Entgiften des Körpers.

20.11.2002: Mittlerweile erbricht Kerstin jeden Morgen. Zeitweise hat sie Schluckbeschwerden und auch ihre Sprache ist verändert.

22.11.- 23.11.2002: Ich (Uschi) besuche einen Kurs über Pranaheilen. Damit ist es möglich, Energie zu übertragen und Schmerzen zu lindern.

29.11.2002: Heute und den 3 darauf folgenden Tagen erbricht Kerstin nicht. Bei ihrer Geburtstagsfeier geht es ihr recht gut. Doch hat die Feier (14 Kinder) sie sehr angestrengt und am Abend ist sie sehr KO. Ab heute werden die Fußbäder durch Vollbäder ersetzt.

15.12.2002: Kerstin hat ihren schlechtesten Tag. Trotzdem will sie beim Weihnachtsstück mitmachen. Sie hat die Wochen vorher alle Proben mitgemacht und will unbedingt den Buben in diesem Stück spielen (Kerstin wollte immer ein Bub sein). Wegen ihres schlechten Zustandes, versuchen wir ihr das auszureden. Sie sagt jedoch: Mama, das schaffe ich. Tatsächlich geht alles gut. Sie ist wegen ihrer Sprachstörungen schwer zu verstehen. Starke Probleme bereitet ihr, dass sie zwar den Drang zum Urinieren hat, es aber nicht zu rinnen beginnt. Diese ansonst automatische Funktion, ist wie vor einem Jahr, gestört.

16.12.2002: Der Kinderarzt versucht uns auf schonende Weise auf die bevorstehende Verschlechterungen von Kerstin vorzubereiten. Er vereinbart für uns einen Termin bei der Ambulanz der Kinderonkologie Graz. Da wir sie nicht ins Krankenhaus geben wollen, sollen uns dort notwenige Maßnahmen wie z.B. das Anlegen eines Katheders gezeigt werden.

18.12.2002: Kerstin geht es am Tag nicht besonders gut, aber auch nicht sehr schlecht. Nach dem Einschlafen, so gegen 21.00 Uhr wird sie munter, verzieht ihren ganzen Körper, klagt über starke Kopfschmerzen und erbricht dabei. Mit telefonischer Hilfe unserer Kinesiologien kann der Anfall recht schnell beendet werden. Es folgen noch weitere kleinere Anfälle, wobei sie immer erbricht.

19.12.2002: Um 03.30 Uhr, fahren wir mit der Rettung in die Onkologie Graz. Sie wird sofort stationär aufgenommen. Kerstin bekommt Kortison und Schmerzmittel in starken Dosen. Trotzdem bessert sich ihr Zustand nicht. Sie kann bereits überhaupt nicht mehr sprechen. Um sich mit ihr zu verständigen zeigt Kerstin mit dem Finger auf einen angefertigten Zettel, worauf diverse Wörter und Buchstaben stehen. Auch klagt sie über zu wenig Luft, weshalb sie Sauerstoff bekommt.

Heute genau vor einem Jahr haben wir von der Krankheit von Kerstin erfahren.

20.12.2002: Auch an diesem Tag zeigt das Kortison keine Wirkung. Kerstin zeigt überhaupt keine Reaktionen mehr. Um 14.15 Uhr, setzt bei ihr die Atmung aus und sie stirbt in unseren Armen.

Wir möchten uns bei unserer Kinesiologien, den zahlreichen Ärzten, Homöopathen, Therapeuten und Heilern, sowie Herrn Prof. URBAN mit dem Team der Grazer Kinder - Onkologie, herzlichst bedanken. Uns war es immer möglich mit einem Arzt zu sprechen und Befunde konnten jederzeit eingesehen bzw. kopiert werden. Auch wurde uns die erforderliche Zeit für Entscheidungen gelassen bzw. diese nicht in Frage gestellt. Nett und freundlich waren auf der Station sowieso alle. Dies gilt auch für das Team der Radiologie. Wir hatten eigentlich nie das Gefühl, nur irgendeine Nummer zu sein.

Diese Zeilen führe ich deshalb an, da dies lt. Angaben von Betroffenen leider nicht immer so war bzw. auch heute noch nicht in jeder Abteilung des LKH Graz die Selbstverständlichkeit ist.

Auch wenn wir es niemals verstehen werden, warum Kerstin diese schwere Krankheit auferlegt wurde, bleibt uns der einzige Trost, dass ihr ein langes Leiden erspart geblieben ist.

Danke, an Herrn Pfarrer Alois VEITH, Frau Rief und dem Kinderchor St. Josef, dem Team des Elternvereins und der Volksschule St. Josef, der Musikgruppe RUMPOLD, unseren Freunden und Bekannten, welche die gesamte Organisation des Begräbnisses in die Hand nahmen, aber auch den zahlreichen anderen Menschen, die Kerstin bei ihrem letzten Weg begleiteten. Dass so viele Menschen trotz des Heiligen Abends sich Zeit für Kerstin nahmen, macht uns in dieser schweren Zeit ein wenig glücklich. Wir sind der Meinung, Kerstin hat es verdient, an einem solchen besonderen Tag sich von uns und von allen die sie liebten, zu verabschieden.

In Anbetracht des großen Leides von krebskranken Kindern, haben wir uns entschlossen, beim Begräbnis auf Blumen- und Kranzspenden zu verzichten und für die steirische Kinderkrebshilfe zu sammeln. Dabei konnte ein Betrag von  1.293.-- Euro erzielt werden. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich. Sollte noch jemand spenden wollen, so wird hier das Konto der Steirischen Kinderkrebshilfe angeführt (BLZ 38.000, Konto-Nr: 4.426.300).

Liebe Kerstin, unser Sonnenschein,

wir danken dir, dass wir eine zeitlang deine Eltern sein durften.

03.06.2003: Nun ist es schon bald ein halbes Jahr her, dass Kerstin uns verlassen hat. Meine Frau ist nahezu täglich an ihrem Grab und zündet Kerzen an. Auch ihre vielen Freunde und Freundinnen, unsere Nachbarn, ihre Schulklasse, aber auch Personen, welche wir nicht näher kennen, besuchen und schmücken die Grabstätte. Der Friedhof befindet sich in der Nähe unseres neu gebauten Hauses und wir haben Blickkontakt zum Grab. Für mich ist es leichter, wenn ich nicht so oft zum Grab gehe. Ich versuche mich abzulenken und möglichst wenig daran zu denken. So gut es eben geht.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns bei den beiden Grazer Fußballvereinen GAK und STURM, bei Mc. Donald, den Edlseern, sowie bei vielen anderen Firmen bedanken, die immer zu Weihnachten die Kindern der Onkologie Graz besuchen und auch Geschenke verteilen. Macht so weiter und bereitet "Gottes vergessenen Kindern" ein wenig Freude.

29.10.2003: Durch gute Bekannte, die ebenfalls ihr Kind infolge eines Gehirntumors verloren haben, bekamen wir die Möglichkeit, im ORF bei der Talk - Sendung "Vera", dabei zu sein. Dort war das bekannte englische Medium Paul MEEK zu Gast. Es war sehr beeindruckend, was dieser sympathische Mensch übermittelte. Er hat zwar einige Personen aus dem Publikum ausgewählt, wir waren leider nicht darunter. Es war aber trotzdem ein Erlebnis. Sein Buch "Der Himmel ist nur einen Schritt entfernt" kann ich nur jedem empfehlen.

Meine Frau beschäftigt sich schon seit einiger Zeit mit dem Thema "Jenseits". Als Unbeteiligter wird man dieses Thema eventuell nicht ernst nehmen, als Betroffener von einem verstorbenen Kind ist es jedoch ein Lichtblick.

29.11.2003: Kerstin wäre heute 11 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass haben wir ihre Schulfreunde, Lehrer, Bekannte und Nachbarn zu uns eingeladen. Es kamen dabei über 50 Personen und es wurde richtig eng. Kerstin hätte es sicher gefallen, da sie große Geburtstagsfeiern liebte. Für diesen Nachmittag bereitete ich eine Diashow am Fernseher mit Bildern von Kerstin, die sie in ihren letzten Jahren zeigten, vor. So war Kerstin in unseren Gedanken mitten unter uns. Ich glaube, sie war nicht nur im Gedanken unter uns.

20.12.2003: Kerstins erster Todestag. Meine Frau versucht durch Meditation und Reiki näher bei Kerstin zu sein. Weihnachten, über die wir uns nicht freuen können, stehen wieder vor der Tür. Aber das wird wohl ewig so bleiben.

12.06.2004: Heute waren wir bei einem Vortrag mit anschließenden medialen Abend von Paul Meek in Ebbs bei Kufstein. Er kommunizierte mit verstorbenen Angehörigen von im Saal anwesenden Personen. Dabei kam auch ein Kontakt mit dem Sohn unserer Bekannten (Bernd) zu Stande. Es kamen auch einige Durchsagen von Paul Meek, die unsere Kerstin betreffen könnten, sie waren jedoch nicht eindeutig erkennbar.

Trotzdem hat uns dieser Abend, in unserem Glauben an ein Leben nach dem Tod, noch mehr gestärkt. Für uns ist das auch der einzige Trost. Wir sind sicher, dass sich unsere Kleine immer unter uns befindet und dass es ihr jetzt gut geht.

29.11.2004: Kerstin wäre heute 12 Jahre alt geworden. Viele Kinder und Freunde brachten heute Geburtstagswünsche ans Grab und zündeten Kerzen an.

02.12.2004: Heute bekamen wir die traurige Nachricht, dass Ricarda, Kerstins Freundin aus der Kinderonkologie Graz, auch in die andere Welt gegangen ist. Sie hatte ebenfalls einen Gehirntumor. Ein Gedicht, welches sie kurz vor ihrem Tode schrieb, ist bei den Zitaten angeführt.

20.12.2004: Kerstin ist seit 2 Jahren in der anderen Welt. Sie fehlt so sehr.

26.11.2005: Obwohl schon viel Zeit vergangen ist, können wir uns nicht von ihr lösen.

Heute habe ich auf der Hauptseite einen Link zu einer wunderschönen und sehr gefühlsvollen Homepage (Light a Candle) gesetzt. Dort kann man für 48 Stunden eine virtuelle Kerze für Kerstin oder auch für andere Menschen anzünden und brennen lassen.

Einige schwierige Wochen stehen wieder bevor.

29.11.2005: Kerstin hätte heute ihren 13. Geburtstag. Es wurden wieder viele Kerzen an ihrem Grab angezündet.

16.12.2005: Heute besuchten wir den Vortrag "Himmlische Armeen - Engel - Das Weihnachstmysterium" von Ingrid OFNER in St. Johann/Voitsberg. Wie bei allen ihren Vorträgen, gab es nachher eine Demonstration ihrer medialen Tätigkeiten.

Dabei nimmt sie meditativ Kontakt zur geistigen Welt auf und bietet die Möglichkeit, dass Verstorbene den anwesenden Angehörigen und Freunden Botschaften durchgeben.

Es kamen sehr viele Durchgaben von Kerstin. Dabei wurden viele auf andere Weise durchgegebene Mitteilungen von Kerstin an uns bestätigt bzw. konkretisiert. Es war jedenfalls für uns ein besonderer Abend.

20.12.2005: Kerstin ist seit 3 Jahren in der anderen Welt und wir sind sicher, es geht ihr gut.

13.01.2006: Heute besuchten wir den Vortrag "Das Leben ist eine Reise, die heimwärts führt - Der Übergang und die Lebendigkeit nach dem Tod", ebenfalls von Ingrid OFNER. Ein vom Thema her sehr interessanter Vortrag. Bei der medialen Demonstration kam von unserer Kerstin diesmal nichts durch.

10.02.2006: Weiterer Vortrag von Ingrid OFNER mit dem Titel: Vom Himmel nur einen Schritt entfernt - Das Jenseits. Wieder sehr interessant und gut besucht. Kerstin meldete sich auch diesmal nicht.

29.11.2006: Kerstin wäre heute 14 Jahre.

18.12.2006: Ab heute ist Kerstin unter ihrer neuen Domain (www.unsere-kerstin.at) erreichbar.

20.12.2006: Kerstin ist seit 4 Jahren in der anderen Welt.

25.04.2007: Eine Freundin von meiner Frau besucht ein Seminar von Bruno Würtenberger in Graz. Dabei lernt sie eine Seminarteilnehmerin aus Deutschland kennen, welche im Zuge dieses Seminars ihre medialen Fähigkeiten entdeckte. Gerda vermittelt ein Treffen mit ihr und es kommt tatsächlich ein Kontakt mit Kerstin zustande. Dabei erzählt sie von Kerstin, wie es ihr geht und dass sie glücklich ist, wo sie jetzt ist. Auch wurden andere Durchsagen von Kerstin bestätigt.

30.09.2007: Über eine bekannte Familie, welche auf tragische Weise ihren Sohn bei einem Autounfall verloren haben, lernen das englische Medium Gaye Muir kennen. Diese äußerst sympathische 83jährige Dame, lernten wir im Zuge eines Demonstrationsabend in den Stadtsälen Voitsberg kennen. Dabei nahm sie mit den Verstorbenen der anwesenden Personen Kontakt auf. Es kamen jedoch vorerst nur Durchsagen von meiner Mutter, meiner Großmutter (die ich nicht kannte) und vom Vater meiner Frau durch. Bis auf meine Großmutter, welche ich nie persönlich gekannt hatte, waren alle Personen auf Grund ihrer Mitteilungen einwandfrei zu erkennen. Jedoch waren wir sehr enttäuscht, da wir vor allem mit Kerstin gerechnet haben und wir gegenüber unseren verstorbenen Angehörigen eigentlich kein besonderes Bedürfnis zur Kontaktaufnahme hatten. Kurz bevor Gaye Muir den Demonstrationsabend beenden wollte, teilte sie den anwesenden Personen mit, dass schon seit Beginn der Veranstaltung ein Mädchen umherläuft und dass sie dieses Kind niemanden zuordnen könne. Somit war für uns klar, dass es sich dabei nur um Kerstin handeln konnte. Dies wurde bei den folgenden Durchgaben einwandfrei bestätigt. Unter anderem beschrieb Gaye Muir das Foto in unserem Wohnzimmer (Kerstin mit Melanie und einer darüber hängenden Kette) und nannte auch den Namen ihrer am Foto ersichtlichen Freundin (Melli). Da uns das Ganze sehr beeindruckte, buchten wir eine Einzelsitzung.

05.10.2007: Im Gemeindeamt Stallhofen findet die ca. 30 Minuten lang dauernde Einzelsitzung statt. Auch hier erfahren wir wieder sehr viele Einzelheiten aus Kerstins jetzigem "Leben". Da Gaye Muir nur englisch spricht, wird die Sitzung von einer Dolmetscherin übersetzt und außerdem auf eine Kassette aufgenommen. Diese bekommt man mit nach Hause. Der Preis einer solchen Sitzung beträgt  85.-- Euro.

29.11.2007: Kerstin wäre heute 15 Jahre alt geworden. Sie wäre jetzt sicher schon ein hübscher Teenager.

20.12.2007: Kerstin ist jetzt 5 Jahre in der anderen Welt. Auch wenn wir wissen, dass es ihr jetzt gut geht, sie fehlt so sehr.

24.12.2007: Am "Heiligen Abend", vor 5 Jahren wurde Kerstin begraben. Das Bild von Kerstin mit Melanie, welches in unserem Wohnzimmer hängt, fällt an diesem Tag 2 x ohne Grund von der Wand. Wir sind überzeugt, sie gibt uns damit ein Zeichen, dass sie bei uns ist.

12.01.2008: Uschi besucht eine weitere Privatsitzung bei Gaye Muir. Bei dieser Sitzung, von Uschi,  als die "Beste" bezeichnet, kommen viele, liebe Durchgaben von Kerstin. 

03.07.2008: Diesmal besuche ich eine Privatsitzung bei Gaye Muir. Ich erhalte Botschaften von meinem Vater, meiner Mutter und natürlich von Kerstin.

25.11.2008: Die Homepage wurde mit dem freien und kostenlosen HTML-Editor Kompozer neu gestaltet. Auch wurde ein neues Gästebuch und Fotoalbum installiert. Im Fotoalbum sind nun viele Fotos von Kerstin und ihren Freuden vorhanden.

29.11.2008: Kerstins 16. Geburtstag. Freunde von uns kommen zu Besuch und gemeinsam denken wir an sie. 

08.12.2008: Uschi hat ihre dritte Sitzung bei Gaye Muir. Diesmal kommen mehr Durchgaben von Uschis Neffen Martin, sowie ihrem Vater. Kerstin ist natürlich auch da, übermittelt aber keine großen Neuigkeiten.

10.12.2008: Demonstrationsabend mit Gay Muir in Voitsberg. Knapp 100 Personen kommen trotz schlechten Wetters zu dieser Veranstaltung. Von Kerstin kommt keine Durchsage durch. Eine solche wäre vermutlich auch nicht glaubhaft gewesen, da Uschi und ich, den die Veranstaltung organisierenden Vereins "Schmetterling - Licht des Lebens" angehören. Somit hätte eventuell eine solche Durchgabe die Seriösität von Gaye Muir in Frage stellen können. 

20.12.2008: Kerstin ist jetzt 6 Jahre in der anderen Welt. Nach Aktualisierung der Homepage verbringen wir einen ruhigen Tag und hören uns die Tonbandaufzeichnungen der Gaye Muir Sitzungen an.

20.12.2011: Kerstin ist seit 9 Jaren in der geistigen Welt und wäre in diesem Jahr 19 Jahre alt geworden. Sie fehlt uns sehr.

07.01.2012: Nach Auflösung des Vereins "Schmetterling - Licht des Lebens" Ende 2010 wurden Teile der dazugehörenden Homepage in unsere Homepage unter Info integriert. Damit soll der Verein und Gaye Muir für die Nachwelt erhalten bleiben. 

29.11.2012: Ein Tag zum Weinen. Kerstin wäre heute 20 Jahre alt geworden. Sie fehlt uns.

07.12.2012: Wir waren heute beim Vortrag "Der Übergang und die Lebendigkeit nach dem Tod" von Ingrid OFNER. Bei  der anschließenden Demonstration ihrer medialen Tätigkeiten meldete sich Kerstin. Es kamen einige Durchsagen, große Neuigkeiten waren jedoch nicht dabei. Aber es war wieder sehr schön, etwas von ihr zu hören.
Weitere Vorträge von Ingrid OFNER sind unter ihrer Homepage www.ingridofner.at ersichtlich.

14.12.2012: Heute haben wir erfahren, dass Gaye Muir mit ihrem Dolmetsch Reimund Dierichs vom 01. bis zum 10.02.2013 in Voitsberg ist. Am 01.02.2013 gibt es einen Demoabend im Gasthaus Slabnik in Voitsberg (Beginn 19.30 Uhr). Die Veranstaltung wird durch VOITSBERG.COM, Kultur Stadtmarketing, organisiert. Dafür ein großes "Dankeschön". Infos unter 0699/11171704 bzw. Anmeldung für Einzelsitzungen unter 0676/3506621.
Vielleicht handelt es sich dabei um einer der letzten Möglichkeiten in Österreich mit diesem großartigen Medium in Kontakt zu treten.  Näheres siehe unter Infos - Gaye Muir.  Für  uns war sie  auf jeden Fall  eine wichtige Hilfe  bei der Aufarbeitung von Kerstins Tod.

29.11.2015: Kerstin wäre heute 23 Jahre alt geworden. Sie fehlt uns!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

20.12.2015: Wieder stehen die Weihnachten vor der Tür und somit auch Kerstin´s Todestag. Wie würde es jetzt sein, wenn alles anders gelaufen wäre?

29.11.2016: Happy Birthday, liebe Kerstin!!!

20.12.2016: Wir vermissen dich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

29.11.2017: Happy Birthsday - Kerstin wäre heute 25 Jahre alt geworden!!!!

20.12.2017: 15 Jahre sind vergangen, der Schmerz ist jedoch geblieben!!!

29.11.2018: Kerstin´s 26. Geburtstag - Alles Gute in deiner "Anderen Welt"!!!

20.12.2018: 16 Jahre sind vergangen - du fehlst uns!!!

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